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Stahl ist nicht gleich Stahl

Verschiedenste Einsatzgebiete erfordern eine individuelle Auswahl an Stahlqualitäten. Dies garantiert bestes Materialverhalten in der Praxis bei hohen Standzeiten. So unterscheidet man in der Sägeblattauswahl in CV-, HSS-, Bi-Metall- und HM-Ausführung nach entsprechendem Anwendungszweck.


Hochlegierter Chrom-Vanadium Stahl für die Bearbeitung in weicheren Materialien wie Holz, Holzfaserplatten und Kunststoffen.

Hochleistungs-Schnell-Stahl, im Vakuum-Verfahren gehärtet, für die Bearbeitung in härteren Materialien wie Metall (Eisen und Stahl), Aluminium und Buntmetallen.

Hart-Metall, enorme Verschleißfestigkeit = höchste Standzeiten. HM-Sägeblätter gibt es für alle Anwendungsbereiche.

Bi-Metall 65-67 HRC. Die perfekte Kombination zwischen Flexibilität (durch den Federstahl, welcher immer trotz Verbiegen in seine Ausgangsstellung zurückkehrt) und Härte durch den aufgeschweißten HSS-Streifen mit Cobalt-Anteil. Bi-Metall wird im Vakuumofen gehärtet. Für die Bearbeitung von Holz- und Metallwerkstoffen.


Zahnteilung

Zahnteilung „T“ ist der Abstand in mm von Zahnspitze zu Zahnspitze.Teilweise wird die Zahnteilung auch in Zoll angegeben.

Z.B.: 14 Zähne pro Zoll entsprechen 1,8 mm Zahnteilung.


Warum benötigt man so viele unterschiedliche Sägeblätter?

Die Gründe für so viele verschiedene Sägeblätter sind natürlich vielschichtig. Der zu sägende Stoff spielt eine wesentliche Rolle. Ob hartes Material, wie Eisen, Nirostastahl, Hartholz, Fliesen oder ob weiches Material, wie Weichhölzer, Spanplatten, Kunststoffe oder Kork zersägt werden, bestimmt aus welchem Material das Sägeblatt besteht, welche Härte die Zähne aufweisen und welche Zahngeometrie die geeigneteste ist.

 

Ein zweiter Punkt ist die Materialdicke, die die verzahnte Länge des Sägeblattes bestimmt. Auch die gewünschte Schnittqualität spielt dabei eine wesentliche Rolle. Ob, ein rauer Schnitt ausreichend ist, oder Feinschnitte gefordert sind, ob Winkelgenauigkeit nötig ist oder ob Konturen oder Kurven zu sägen sind, bestimmt auch hier den Sägetyp.

 

Ein weiteres Kriterium kann die Form des Materials sein, z.B. Metallprofile oder Materialkombinationen, sogenannte Sandwichmaterialien.


Wie ist die Arbeitsweise der Stichsäge?

Die Stichsäge arbeitet nach dem Prinzip der Nähmaschine. Man kann die Hubzahl der Auf- und Abwärtsbewegungen in Stufen verstellen oder auch stufenlos durch eine Steuerelektronik regulieren. Die Hubzahlen liegen zwischen 200 und 3000 Hübe pro Minute.* Bei harten Materialien, wie z.B. Metall, fährt  man mit niedrigen Hubzahlen. Bei weichen Materialien, wie z. B. Hölzer, fährt man mit hohen Hubzahlen.

 

Das eingespannte Sägeblatt ist so konzipiert, dass es in der Aufwärtsbewegung schneidet. Dies wird durch den sogenannten Pendelhub unterstützt. Der Pendelhub sorgt dafür, dass das Sägeblatt bei der Aufwärtsbewegung mit zusätzlichem Druck gegen das Material gepresst wird. Bei gleichem Kraftaufwand wird dadurch ein schnelleres Sägen erreicht.

 

Bei der Abwärtsbewegung, dem Freilauf, wird das Sägeblatt vom Material etwas zurückgezogen. Beide Bewegungen zusammen ergeben die pendelnde Bewegung (Pendelhub).

 

* Maschinen und Hersteller abhängig.


Spezielle Schneidgeometrie für optimale Schnitte

kreuzgeschliffen, konisch
Sehr saubere Schnitte

Die Holzfaser wird aufgrund der zum Holz schräg stehenden Zahnform zerschnitten.
CT-geschliffene Flanken berühren nicht die Schnittfuge, daher sehr saubere Schnitte.
 

kreuzgeschliffen, geschränkt
Sehr schnelle Schnitte

Die Holzfaser wird durch schräge Winkelstellung der Zähne zerschnitten.
CS-geschliffene Zähne geben dem Blatt eine sehr hohe Schnittgeschwindigkeit.
 

gefräst, geschränkt
Rauer Schnitt

Die Holzfaser wird zerrissen und die Schränkung bewegt sich in der Schnittfuge auf- und abwärts, daher rauer Schnitt (im Holzbereich).
 

gefräst, gewellt
fein, präzise

Die Zerspanung findet auf der ganzen Fläche des Zahnes statt.
Unterschied nur in den Zahnformen.


Zahnformen:

D = Dachzahn

P = Positivzahn

N = Normalzahn

Variozahn

Die Klingen der Variozahn-Sägeblätter haben eine wechselnde Zahnteilung, d.h. kleine und große Zähne werden auf einem Blatt kombiniert. Dies hat den Vorzug verschiedene Materialstärken schneller und sauberer sägen zu können als es mit einer festen Zahnteilung möglich ist.

 

 


Von was ist die Schnittgeschwindigkeit und die Schnittgüte abhängig?

  • Der Motorleistung (Wattzahl) der Maschine
  • Dem Kraftaufwand beim Sägen
  • Der Qualität und der richtigen Auswahl der Sägeblätter
  • Der richtigen Auswahl des Pendelhubes. 
    Bei hohem Pendelhub entstehen Ausrisse an der Schnittkante (Oberfläche).

Materialqualitäten und Anwendungsbereiche